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Der zu
den farnartigen Gewächsen gehörende Ackerschachtelhalm ist
entwicklungsgeschichtlich eine sehr alte Pflanze. Die Vermehrung
erfolgt durch Sporen. Dazu treibt die einjährige Pflanze im Frühjahr
fruchtbare, hellbraune bis rötliche Sprosse, im Sommer unfruchtbare,
grüne Sprosse mit quirlig angeordneten Seitenästen.
Der Schachtelhalm wächst in Europa und Nordasien und ist weit
verbreitet.
Er wächst auf Feldern,
Wiesen, Äckern und Wegrändern.
An feuchten
Standorten kann der Ackerschachtelhalm leicht mit dem
Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre) verwechselt werden, der
aufgrund seines
Alkaloidgehaltes
als
giftig gilt.
Vor ca. 400 Millionen
Jahren (im Palaeozoikum) war der Schachtelhalm baumgross und
bevölkerte riesige Wälder zusammen mit Riesenfarnen und Moosen. Wie
diese so hat auch der Schachtelhalm keine Blüten sondern vermehrt sich
durch Sporen. Im Frühjahr ist der Schachtelhalm eine blassgelbliche
stengelartige Pflanze, die nach kurzer Zeit verschwindet.
Später wachsen dann grüne Sommertriebe.
Auf lehmigen Sandböden und Äckern finden wir die Schachtelhalme sehr
häufig. Zeitig im Frühjahr sprießt ein gelbbrauner bleistiftähnlicher
Stengel 15-20 cm aus dem Boden. Er trägt schuppige Quirle und an der
Spitze einen schuppigen Knoten mit den Sporen, die vom Wind
fortgetragen werden. Dann geht der Fruchttrieb ein, und an seiner
Stelle erscheint ein hellgrüner Wedel, 20-35 cm hoch, der durch
regelmäßige Quirle gebildet wird.
Aus der Grundachse, die tief im Boden überwintert, wächst eine meist
einjährige Sprosse. Diese Sprosse trägt eine endständige Ähre. Nach
der Sporenreife stirbt die Sprosse ab und der Wurzelstock treibt
zahlreiche verzweigte Sprossen bis zu 40 cm in die Höhe.
Diese Heilpflanze ist fast auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet
und bevorzugt Lehm und Sandböden.
Frühlingstriebe
Im Frühling wachsen ca. 20
cm grosse blassgelbliche Stengel mit einer Sporenähre an der Spitze.
Die Spitze enthält die Sporen, mit denen sich der Schachtelhalm
fortpflanzt.
Der Stengel setzt sich aus
mehreren Abschnitten zusammen, die ineinander verschachtelt sind,
woher auch der Name Schachtelhalm kommt. Der Frühlingstrieb des
Schachtelhalms enthält gar kein Chlorophyll und ernährt sich
ausschliesslich aus seinem Wurzelgeflecht. Der Zweck des
Frühlingstriebs ist ausschliesslich die Fortpflanzung. Nach der
Fortpflanzung sterben die Frühlingstriebe ab.
Sommertriebe
Im Mai wachsen dann die
grünen Sommertriebe, die 10 - 50 cm hoch werden.
Die Gestalt der
Sommertriebe erinnert an kleine Nadelbäume; sie haben einen Stengel,
von dem quirlförmig grüne "Zweiglein" abstehen.
Diese Stengel ersetzen die
Blätter. Auch Blüten hat der Schachtelhalm nicht, weil er eine
Sporenpflanze ist. |