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auch:
Böhmische Nieswurz
Falsche Hellebore
Falsche Nieswurz
Frühlings-Adonisröschen
Frühlingsröschen
Frühlingsteufelsauge
Sommerröschen
Sommerteufelsauge
Teufelsauge
Feuerröschen
Sonnenröschen |
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Botanischer Name
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Adonis vernalis
aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) |
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Verwendete
Pflanzenzeile
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ganze Pflanze
Medizinisch verwendet werden die zur
Blütezeit gesammelten und getrockneten oberirdischen Pflanzenteile |
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Sammelzeit
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April / Mai
Die Pflanze ist geschützt!
Also nur sammeln, wenn man sie selbst angebaut hat.
Sammeln des Krautes zur Blütezeit
(April-Mai), Schnell trocknen (55-60 Grad Celsius)
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Inhaltsstoffe
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digitalisähnliche Glykoside, Adonidosid, Adonivernosid, Cymarin,
Adonitoxin. Cholin, Harz. |
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Beschreibung
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Das Adonisröschen gedeiht auf kalkhaltigem Boden an warmen eher trockenen Stellen.
Im April und Mai blüht das Adonisröschen in kräftigem Gelb.
Das
(Frühlings-) Adonisröschen ist eine bis zu 40 cm hoch wachsende,
ausdauernde Staude mit aufrechten Stängeln. Die einzeln, endständig
sitzenden, zitronengelben Blüten haben einen Durchmesser von 4 bis 7 cm
und besitzen den höchsten Gehalt an den giftig wirkenden
herzwirksamen Glykosiden.
Verwechslungen können sich mit den ebenfalls
giftigen Sommer-
oder Herbstadonisröschen (A. aestivalis bzw. autumnalis) ergeben, deren
Blüten allerdings rot gefärbt sind.
Die Pflanze steht unter Naturschutz!
Für diese Pflanze besteht ein Pflückverbot !!!
Sie ist ein Adonis unter den Pflanzen und leider ein immer seltener
Frühlingsbote. An sonnigen, felsigen Talhängen erscheinen zunächst im April die flaumigen Blütenknospen an
aufrechten kurzen Stengeln. Sobald die Sonne scheint, öffnen sie sich
immer dem Licht zugewendet zu seidig glänzenden, leuchtendgelben
Blütensternen von 4-7 cm Durchmesser. Erst später, wenn die Stengel 20-30
cm hoch sind, sprießen die fiederteiligen Blättchen mit fadenförmigen
Zipfeln. Im Herbst verbreiten die Ameisen die winzigen, nußähnlichen
Früchtchen.
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Heilwirkung
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Das Adonisröschen ist eine stark wirkende Heilpflanze, die ähnlich wirkt wie
der Fingerhut und entsprechend auch giftig ist, wenn auch weniger giftig
als der Fingerhut.
In der normalen Hausapotheke hat das Adonisröschen deshalb nichts zu suchen,
sondern gehört in die Hand eines Fachmanns.
Heilwirkung:
Niedriger Blutdruck
Funktionelle Herzbeschwerden
Herzschwäche
Rheumatische Herzbeschwerden
Leichte Herzklappenfehler
Bronchialasthma
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Anwendungsbeispiele
innerlich
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Da das Adonisröschen giftig ist, sollte man nicht damit
spaßen und auch
nicht wild rumexperimentieren.
Es ist im allgemeinen deutlich milder als der Fingerhut und kann diesen
manchmal ersetzen, wenn man Fingerhut-Präparate nicht verträgt.
Am sichersten ist die Anwendung von Fertigpräparaten, z.B. aus der Apotheke,
denn in solchen Fertigpräparaten ist die Menge der Wirkstoffe immer einheitlich,
sodass eine sichere Dosierung möglich ist. Und das auch nur auf Rat eines
Fachmanns.
Ansonsten ist eine Tinktur wirksamer als ein Tee, weil die Glykoside
teilweise nicht wasserlöslich sind.
Ein grosser Teil der Wirkstoffe wird jedoch schon im Magen zerstört, denn die
Glykoside reagieren empfindlich auf die Magensäure.
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Anwendungsbeispiele äußerlich
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keine bekannt |
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Verwendung in der
Küche
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keine |
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Sonstige Tipps
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Die oberirdischen
Pflanzenteile enthalten ein Gemisch aus verschiedenen herzwirksamen
Glykosiden, die die Herzleistung verbessern und zumindest im Tierversuch
venentonisierend wirken und werden bei leichter Herzleistungsschwäche vor
allem mit nervöser Begleitsymptomatik meist in Kombination mit anderen
herzwirksamen Drogen eingesetzt (s. auch Fingerhut, Maiglöckchen). Solche
Arzneimittel sind noch unter gesetzlichen Übergangsvorschriften
erhältlich, da die Untersuchungen zu Qualität, Wirksamkeit und
Unbedenklichkeit noch nicht abgeschlossen sind. |
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Warnhinweise
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Giftpflanze!
Achtung:
als Pflanze giftig!! Nebenwirkungen bei Überdosierung:
Übelkeit, Erbrechen, Herzrhytmusstörungen. Nicht bei Therapie mit Digitalisglykosiden und
Kalium-Mangelzustände anwenden.
Wechselwirkungen:
Wirkungs- und damit auch Nebenwirkungssteigerung
bei gleichzeitiger Gabe von Chinin, Kalzium, Saluretika (harntreibende
Mittel), Laxantien (Abführmittel) und bei Langzeittherapie mit
Glukokortikoiden (Wirkstoffe die regelnd in den Zuckerhaushalt des Körpers
eingreifen).
Eine nachlassende Herzleistung ist kein Beschwerdebild, das im Rahmen
einer Selbstmedikation behandelt werden kann!
Gefährliche Wechselwirkungen können bei gleichzeitiger Behandlung mit
Medikamenten entstehen, die den Elektrolythaushalt stören können, z.B.
Diuretika, best. Abführmittel oder Glucokortikoide oder Medikamente, die
auf den Herzschlagrhythmus wirken, wie z.B. Chinidin. Informieren Sie sich
vor Behandlung bei Ihrem Arzt oder Apotheker!
Dosierung:
Bei Arzneipflanzen, die
herzwirksame Glykoside enthalten, ist die therapeutische Breite gering, es
sollten daher nur Zubereitungen eingenommen werden, die auf einen
bestimmten Gehalt an diesen Wirkstoffen eingestellt sind.
Hinweise:
Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Kindern anwenden!
Nicht anwenden, wenn
bereits ein anderes Arzneimittel eingenommen wird, das Herzglykoside
enthält! Nicht anwenden bei
schwereren Störungen der Herzleistung (Herzinsuffizienz NYHA III und IV)! Nicht anwenden bei
zu langsamen Herzschlag (Bradykardie) oder ventrikulären Tachykardien!
Nicht anwenden
bei Störungen des Elektrolythaushalts wie zu hohe Calciumblutspiegel oder
zu niedrige Kaliumblutspiegel!
Bei Hyperkalzämie oder Hypokaliämie werden die toxischen Wirkungen
verstärkt.
Vor Beginn einer Selbstbehandlung müssen
die Beschwerden erst durch einen Arzt abgeklärt werden. Bei der
Herzinsuffizienz z.B. handelt es sich um eine ernste Erkrankung, für die
wesentlich wirkungsvollere Medikamente zur Verfügung stehen. Zur
Vorbeugung oder bei plötzlichen Beschwerden eingenommen sind solche
pflanzlichen Zubereitungen nutzlos.
Vergiftung:
Eine Vergiftung oder Überdosierung äußert sich ähnlich der
Digitalisvergiftung (s. Fingerhut) zunächst in Übelkeit, Durchfall,
Schwindel, Störungen des Farbsehens und raschem Puls. Schwere Vergiftungen
führen zunächst zu Blutdrucksteigerung, dann -abfall und
Herzrhythmusstörungen.
Der Tod tritt schließlich durch Kammerflimmern ein.
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