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auch:
Wilder Buchs
Mehlbeere
Moosbeere
Sandbeere
Steinbeere
Wilder Buchsbaum
Wolfsbeere
Wolfstraube
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Botanischer Name
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Arctostaphylos
uva-ursi (L.) Sprengel
Familie: Heidekrautgewächse (Ericaceae) |
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Verwendete
Pflanzenteile
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Medizinisch verwendet werden die Blätter. |
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Sammelzeit
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Die Blätter sollten möglichst einen hohen
Gehalt an Arbutin aufweisen und gleichzeitig einen niedrigen Gehalt an
freiem Hydrochinon besitzen. Daher wird empfohlen, die Blätter im Dezember
oder Januar zu ernten und schnell zu trocknen. |
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Inhaltsstoffe
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Weiterhin enthalten Bärentraubenblätter Gerbstoffe, Flavonoide und
Iridoidglykoside.
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a
Beschreibung
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Importiert wird die Droge ausschließlich aus Wildbeständen in Spanien und
Italien. Die Bärentraube ist von
der Iberischen Halbinsel über ganz Mitteleuropa bis hin zu Skandinavien zu
finden. Auch in Sibirien, Altai, Himalaja und in Nordamerika wächst der
Strauch.
Die
Bärentraube ist ein niedrig wachsender, kriechender Strauch. Die
dickledrigen Blätter sind ganzrandig und glänzen an der Oberseite
dunkelgrün. Bärentraubenblätter können leicht mit Preiselbeerblättern
verwechselt werden, sie besitzen im Gegensatz zu Bärentraubenblättern aber
keine sichtbare, netzartige Nervatur an der Blattunterseite. Die kleinen
weißen Blüten stehen in traubenartigen Blütenstände. Die Früchte sind
beerenartig und von scharlachroter Farbe.
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Heilwirkung
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Blasenentzündungen
Nierenbeckenentzündungen
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Anwendungsbeispiele
innerlich
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Tee:
2,5 g (ein Teelöffel) der fein zerschnittenen
oder gepulverten Bärentraubenblätter werden mit ca. 150 ml kaltem Wasser
angesetzt und 6 bis 12 Stunden unter gelegentlichem Umrühren stehen
gelassen (Kaltmazerat). Durch die Zubereitung des Tees als Kaltmazerat
wird der Gerbstoffgehalt, der zu Unverträglichkeiten führen kann,
vermindert. 3 bis 4 mal täglich eine Tasse des angewärmten Tees trinken.
Einzeldosis:
2,5 – 3g Droge
100 – 210 mg Hydrochinonderivate, berechnet als Arbutin.
Tagesdosis:
12g Droge
400 – 800 mg Hydrochinonderivate, berechnet als Arbutin.
Neben einer Anwendung der
Bärentraubenblätter als Tee besteht die Möglichkeit, Dragees oder Lösungen
einzunehmen, die einen Auszug (Extrakt) aus den Blättern enthalten.
Hierbei entfällt das Problem des eventuell schlechten Geschmacks. Es
sollte aber zusätzlich auf die ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet
werden, die bei der Anwendung von Tees eher gewährleistet ist. |
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Anwendungsbeispiele äußerlich
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Nichts bekannt |
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Verwendung in der
Küche
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Nichts bekannt |
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Sonstige Tipps
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Keine vorhanden |
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Warnhinweise
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Keine Anwendung
während der Schwangerschaft und Stillzeit!
Keine Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren!
Nicht länger als eine Woche und öfter als 5 mal pro Jahr ohne ärztlichen
Rat anwenden!
Eine Anwendung über längere Zeit und in höherer Dosierung kann
insbesondere bei Kindern zu Leberschäden führen!
Nicht bei schweren Leber- oder
Nierenerkrankungen anwenden!
Bei Blut im Harn, Fieber oder
gleichzeitig auftretenden Rückenschmerzen bzw. wenn durch die Einnahme
keine erhebliche Besserung der Beschwerden innerhalb von einigen Tagen
auftritt, sollte ein Arzt aufgesucht werden!
Das aus Arbutin enstehende
Hydrochinon besitzt in höherer Dosierung eine leberschädigende Wirkung und
steht im Verdacht, mutagene (=erbgutverändernde) oder möglicherweise sogar
kanzerogene (= krebserzeugende) Wirkungen zu haben. Daraus ergeben sich die
Beschränkungen in der Anwendungsdauer und -häufigkeit sowie die
Empfehlung, arbutinhaltige Arzneimittel nicht während Schwangerschaft und
Stillzeit und bei Kindern anzuwenden.
Bei magenempfindlichen Personen können Übelkeit und Erbrechen
hervorgerufen werden. Dies wird auf den hohen Gerbstoffgehalt der
Teezubereitung zurückgeführt. Daher sollte der Tee als Kaltmazerat
zubereitet werden (Dosierung).
Die antibakterielle Wirksamkeit von Bärentraubenblätter-Zubereitungen ist
nur gewährleistet, wenn der pH-Wert des Urins im alkalischen Bereich
liegt. Daher sollte man nicht gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die
eine Ansäuerung des Harns bewirken. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder
Apotheker beraten.
Bei der Behandlung ist eine ausreichende
Flüssigkeitszufuhr wichtig, um eine gute Durchspülung der Harnwege zu
erreichen.
Die Einnahme arbutinhaltiger Arzneimittel kann zu grünen bis blaugrünen
Verfärbungen des Harns führen.
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