|

|
 |
|
auch:
Hängebirke
Moorbirke
Weißbirke
Warzenbirke
Maibaum
Besenbirke
Frühlingsbaum
Haarbirke
Sanbirke
|
|
__________________________________________________
a
Botanischer Name
|
Betula alba
Familie: Birkengewächse (Betulaceae) |
|
__________________________________________________
a
Verwendete
Pflanzenteile
|
Blätter
Blattknospen
Saft durch Anzapfen |
|
__________________________________________________
a
Sammelzeit
|
Blattknospen: März
Saft: März - Mai
Blätter: Mai - Juni |
|
__________________________________________________
a
Inhaltsstoffe
|
|
Ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe,
Vitamin C, Harz, Saponine, Flavone |
|
__________________________________________________
a
Beschreibung
|
|
Der schöne lichtgrüne, bis 30 m hohe Baum belebt mit seiner weiß-schwarzen
Rinde und dem hängenden hellen Blätterdach viele, an sich düstere
Heidelandschaften, Moore und Sumpfgebiete, aber auch trockene Bergheiden
bis auf 2000 m ü. M. An den hängenden Zweigen sitzen die gestielten,
dreieckig-rhombischen Blätter mit gezähntem Rand. Aus den hängenden
Kätzchen verweht der Wind die feinsten Pollenkörner auf die weiblichen
Blütenkätzchen. In der Birke ist ein intensiver Wasserhaushalt in Gang.
Zur Saftgewinnung wird der Stamm oder Ast angebohrt und ein Rohr
eingelegt, das über einem Auffanggefäß mündet. Er enthält wertvolle
Wirkstoffe, ebenso die Blätter, die Rinde und das Holz. Wen wundert es,
dass man die Birke als Lebensbaum betrachtete und sie auch als Zierbaum
pflanzt.
Von
Alters her gilt die Birke als heiliger Baum, der für die
Fruchtbarkeitsfeste im Frühling die jungfräuliche Göttin symbolisiert.
Selbst heute noch werden in den Dörfern am ersten Mai Maibäume aufgestellt
und der Frühling gefeiert. Vermutlich liegt die Zuordnung der Birke
als Jungfrau an der weißen Rinde, die bei jungen Birken sehr zart und
seidig ist.
|
|
__________________________________________________
a
Heilwirkung
|
Blutreinigend
Blasenentzündung
Nierenschwäche
Nierensteine
Rheuma
Gicht
Ödeme
Ekzeme
Allergien
Haarausfall
Schuppen
|
|
__________________________________________________
a
Anwendungsbeispiele
innerlich
|
|
|
|
Birkenblätter sind als
Tee, Frischpflanzenpresssaft und Bestandteil vieler Fertigpräparate
(Teemischungen, Tropfen, Kapseln, Dragees) als harntreibende Mittel und
gegen Harnwegsinfektionen erhältlich. Sie sind auch oft Bestandteil von
Teemischungen für sog. “Frühjahrskuren”.
Tee:
1 Esslöffel (ca. 2 g) Birkenblätter werden mit
ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen und nach etwa 15 Minuten abgeseiht.
3 - 4 mal täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten
trinken. Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu achten
(mindestens 2 l/Tag).
|
|
__________________________________________________
a
Anwendungsbeispiele äußerlich
|
|
In der Kosmetik sind Birkenblätterextrakte häufig Bestandteil von
Haarwässern |
|
__________________________________________________
a
Verwendung in der
Küche
|
|
keine |
|
__________________________________________________
a
Sonstige Tipps
|
|
keine |
|
__________________________________________________
a
Warnhinweise
|
|
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit
gegenüber Birkenpollen! Birkenblätter können bei Personen, die an Heuschnupfen wegen Birkenpollen
leiden, mit Hautekzemen reagieren. Häufig besteht gleichzeitig eine
Allergie gegenüber Äpfeln.
Nicht während
Schwangerschaft und Stillzeit ohne ärztlichen Rat anwenden!
Die Sicherheit und Unbedenklichkeit sind noch nicht belegt.
Nicht anwenden
bei Ödemen aufgrund Erkrankungen des Herzkreislaufs oder der Nieren!
Diese Beschwerden bedürfen einer Behandlung durch den Arzt. Die Zufuhr
einer erhöhten Flüssigkeitsmenge kann zu einer Verschlechterung des
Krankheitsbildes führen.
Auf
ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten!
Wegen der aquaretischen Wirkung sollte darauf geachtet werden, dass
während der Behandlung ausreichend Flüssigkeit (keine coffeinhaltigen oder
alkoholischen Getränke) zugeführt wird.
Bei akuten Beschwerden, die länger
als eine Woche andauern oder immer wieder kehren, sollte ein Arzt
aufgesucht werden!
|