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auch:
Bauchwehwurz
Birkwurz
Christuskrone
Fingerkraut
Mooreckel
Ruhrwurz
Tormentill
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Botanischer Name
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Potentilla erecta
(L.) Raeuschel
Familie: Rosengewächse (Rosaceae) |
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Verwendete
Pflanzenteile
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Gesammelt wird der
Wurzelstock.
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Sammelzeit
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unbekannt |
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Inhaltsstoffe
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Der Wurzelstock enthält Gerbstoffe
und den roten Farbstoff Tormetillrot.
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a
Beschreibung
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Die
in mehreren Varianten vorkommende Blutwurz ist eine rhizombildende Staude
mit gelben, gestielten, meist vierzähligen Blüten. Das Rhizom färbt sich
an frischen Bruch- oder Schnittstellen rasch blutrot ("Tormentillrot"), da
die Gerbstoffe an der Luft in farbige Verbindungen umgewandelt werden. Die
handförmigen Blätter besitzen grob gezähnte Teilblätter. Medizinisch
verwendet wird das von den Wurzeln befreite, getrocknete Rhizom.
Blutwurz findet man ab Mai auf nassen Wiesen und Heiden. Man erkennt
Blutwurz an den kleinen, gelben Blüten, die sich an langen, dünnen
Stengeln befinden.
Die Pflanze ist in Mittel-
und Nordeuropa beheimatet.
Importiert wird die Droge aus Osteuropa.
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Heilwirkung
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Durchfall
Mundschleimhautentzündung
Verbrennungen
Rachenentzündungen
leichte Zahnfleischentzündungen |
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Anwendungsbeispiele
innerlich
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Tee:
Ein halber Teelöffel (etwa 2 g) zerkleinertes,
getrocknetes Blutwurzrhizom wird mit ca. 150 ml kaltem Wasser angesetzt,
kurz aufgekocht und nach kurzem Stehen lassen abgeseiht.
Bei Durchfallerkrankungen bis zu 3 mal täglich eine Tasse Tee zwischen den
Mahlzeiten trinken.
Zur Behandlung von Entzündungen im Mund- und Rachenraum 2 bis 3 mal
täglich mit dem lauwarmen Teeaufguss spülen oder gurgeln.
Tinktur:
Tormentilltinktur: 10 bis 20 Tropfen auf ein
Glas Wasser zum Spülen der Mund- und Rachenschleimhaut verwenden.
Tormentilltinktur kann auch gemischt mit Myrrhentinktur zu Pinselungen des
Zahnfleischs verwendet werden.
Pulver:
Gepulverter
Blutwurzwurzelstock kann auch in Rotwein aufgeschwemmt eingenommen werden.
(2 g bis zu 3 mal täglich zwischen den Mahlzeiten).
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Anwendungsbeispiele äußerlich
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keine |
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a
Verwendung in der
Küche
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keine |
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a
Sonstige Tipps
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keine |
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a
Warnhinweise
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Die Resorption und damit die Wirksamkeit
anderer, gleichzeitig eingenommener Arzneimittel kann durch die Einnahme
gerbstoffhaltiger Zubereitungen vermindert werden! Daher sollten solche
Medikamente min. 2 Stunden vor der Einnahme der gerbstoffhaltigen
Zubereitung angewendet werden.
Während
Schwangerschaft oder Stillzeit nicht ohne Anraten des Arztes innerlich
anwenden! Es sind nicht genügend Daten
vorhanden, die die Sicherheit des Tormentill bestätigen.
Durchfälle im Säuglings- oder Kleinkindalter
sollten prinzipiell vom Arzt behandelt werden!
Bei Durchfällen, die länger als 3 bis 4 Tage anhalten oder mit starken
Beschwerden einhergehen, ist ein Arzt aufzusuchen!
Die Anwendungsdauer ist bei innerlicher Einnahme auf 3 bis 4 Tage, bei
äußerlicher Anwendung auf 2 bis 3 Wochen zu beschränken!
Bei Einnahme über längere Zeit oder in höheren Dosen
kann eine Schädigung, der Nieren oder Leber nicht ausgeschlossen werden.
Zubereitungen aus dem Blutwurzwurzelstock können zu Magenbeschwerden
führen. |