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auch:
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Brennessel,
Große und Kleine
Haarnessel
Hanfnessel
Nessel |
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Botanischer Name
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Urtica dioica
Familie: Brennesselgewächse (Urticaceae)
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Verwendete
Pflanzenteile
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Kraut, Samen |
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Sammelzeit
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März bis August, Samen:
Frühherbst |
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Inhaltsstoffe
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Nesselgift, Vitamine,
Mineralien, Histamin, Sekretin |
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Beschreibung
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Die
Große Brennessel wird 60 cm bis 150 cm hoch und ist zweihäusig, d.h. eine
Pflanze besitzt nur männliche oder weibliche Blüten. Die kleine Brennessel
wird nur 15 cm bis 45 cm hoch und jede Pflanze hat sowohl weibliche als
auch männliche Blüten. Die Früchte sind kleine, eiförmige Nüsschen, die
meist von den Kelchblättern umgeben sind.
Die Pflanze bevorzugt nährstoffreiche Böden und kann sich rasch ausbreiten.
Stängel und Blätter sind mit Brennhaaren besetzt. Bei Berührung der
frischen Pflanze brechen die kugelförmigen Spitzen der Brennhaare ab, so
dass ihr Inhalt (Ameisensäure, biogene Amine und weitere, noch nicht
bekannte Substanzen) in die Haut freigesetzt wird und das typische Brennen
auf der Haut und die Quaddelbildung bewirkt. Junge Blätter und Triebe
besitzen noch keine Brennhaare, so dass sie als nährstoffreiches Gemüse
oder Salat verzehrt werden können.
Die Brennessel kommt auf der nördlichen Hemisphäre in den gemäßigten
Regionen vor. Sie wächst auf Auwäldern und an den Ufern von Gewässern.
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Heilwirkung
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Blutreinigend
Stoffwechselfördernd
Harnwegserkrankungen
Rheumatismus
Haarwuchsfördernd
Die Brennessel hat eine harntreibende und reinigende Wirkung. Des
weiteren wirkt sie blutstillend und wird auch bei Allergien wie
Heuschnupfen, Asthma und Insektenstichen eingesetzt. Sie wird in der
Naturheilkunde bei gutartigen Prostatavergrößerungen im Anfangsstadium mit
Erfolg verwendet.
Anwendung in der Naturmedizin:
Die
Heilpflanze wird als Tee bei Asthma, Bronchitis, Rheuma, Prostataleiden,
Blutarmut und Verdauungsstörungen verwendet.
Als Haarwasser wird
sie bei Haarausfall eingesetzt. Brennessel-Bäder helfen bei unreiner
Haut, Hautausschlägen und Hämorrhoiden.
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Anwendungsbeispiele
innerlich
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Die Brennessel ist eine
hervorragende Stoffwechsel-Pflanze. Vor allem als Frühjahrskur wirkt sie
Wunder, indem sie all die Schlacken des Winters aus dem Körper ausspült.
Tee:
Dreimal täglich 2 bis 3 TL mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 5
Minuten ziehen lassen, abgießen. |
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Anwendungsbeispiele äußerlich
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Als Tinktur kann man sie gegen Haarausfall in die Kopfhaut einmassieren.
Haarwasser:
250g zerhackte Wurzeln in 1l Wasser und 0,5l Weinessig eine
halbe Stunde kochen. Dosierung: 1 mal pro Woche den Kopf mit dem
Haarwasser einreiben.
Besonders mutige Rheumapatienten lassen sich mit
der ganzen Pflanze schlagen, um die Reizwirkung des Brennesselgiftes
auszunutzen. Bei dieser Methode sollte man jedoch vorsichtig sein, weil es
auch zu Überreaktionen auf das Brennesselgift kommen kann. |
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Verwendung in der
Küche
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Man kann sie als Tee trinken, im Salat, in der Suppe und wie Spinat essen.
Gut gewürzt und mit zusammen mit anderen Kräutern schmeckt das alles
wunderbar und gibt frische Kräfte.
Zur Bereitung eines Tees
werden zwei Teelöffel der Pflanze mit heißem Wasser aufgegossen und
nach 10 Minuten abgeseiht. Man trinkt davon 2-3 Tassen pro Tag. |
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Sonstige Tipps
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Vor der z. T. in der Volksmedizin empfohlenen Anwendung als „Diabetikertee“
muss gewarnt werden, da Brennessel eine Zuckerkrankheit in keiner Weise
günstig beeinflussen kann. |
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Warnhinweise
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Bei innerlicher Anwendung kann es bei der Verwendung älterer Pflanzen
wegen ihrer Nesseln zu Magenreizung und Nierenschädigung kommen. Bei eingeschränkter Herz- und
Nierentätigkeit sollte eine Durchspülungstherapie nur nach ärztlicher
Rücksprache angewendet werden. |