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auch:
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Adewurzel
Althee
Alter Thee
Driantenwurzel
Flußkraut
Heilwurz
Ibischwurz
Sammetpappel
Samtpappel
Schleimtee
Schleimwurzel
Weißwurzel
Weiße
Malve
Weiße Pappel |
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Botanischer Name
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Althaea
officinalis L.
Familie: Malvengewächse (Malvaceae) |
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Verwendete
Pflanzenteile
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Blätter, Wurzeln |
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Sammelzeit
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Sammeln der Blätter im Sommer
(Juli - August), am günstigsten nach der Blüte
Wurzeln: Ausgraben im Spätherbst (Oktober-November).
Hauptwurzel und Wurzelfasern entfernen. Korkschicht und Rinde abschälen.
Sofort trocknen bei 50-60°C. Nicht vor dem Schälen trocknen |
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Inhaltsstoffe
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Blätter: Schleimstoffe, Spuren
ätherischen Öls
Wurzeln: Schleimstoffe, Stärke, Zucker, Pectin,
Gerbstoff, Asparagin
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Beschreibung
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Diese bis 1,5 m hohe Pflanze, ursprünglich in salzhaltigen Böden heimisch,
gedeiht auf feuchten Ödplätzen und wird oft angebaut. Aus einer kräftigen
hellgelben Wurzel sprießt ein fleischiger, unten oft holziger Stengel,
wenig verzweigt. Er trägt kurzgestielte, eiförmig-breite Blätter,
drei-fünflappig geteilt mit gesägtem Rand. Stengel und Blätter sind filzig
behaart. In den Blattachseln am Stengelende finden sich die rötlich-weißen
Blüten mit fünf zartwandigen Kronblättern (bei der verwandten Stockrose
oder Baummalve sind sie purpurrot bis dunkelviolett). Die vielen
Staubgefäße tragen gelbe oder violette Staubbeutel. Die Blätter, und vor
allem die Wurzeln, werden als beliebte Schleimdroge verwendet. In den
dunkelvioletten Blüten der Stockrose (Althaea rosea) sind die Farbstoffe
wirksam.
Die Heimat der Pflanze ist
Europa und Westasien.
Importiert wird die Droge aus Bulgarien, Jugoslawien, Russland, Ungarn und
Belgien.
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Heilwirkung
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Bronchitis
Durchfall
Husten
Luftröhren- und Halsentzündungen
Magen- und Darmschleimhaut-Entzündungen
Leichte Verbrennungen
Eibischblätter und
–wurzeln enthalten Schleimstoffe (Polysaccharide wie Galacturonorhamnane,
Arabinane u.a.), die sich reizmildernd bei entzündlichen Zuständen des
Mund- und Rachenraums und dadurch bedingtem trockenen Reizhusten
auswirken. Ferner wurde eine entzündungshemmende und immunstimulierende
Wirkungen beobachtet. Auszüge aus der Eibischwurzel werden auch bei
leichten Entzündungen der Magenschleimhaut verwendet. Das Auflegen der
frischen, angequetschten Blätter soll gegen Insektenstiche helfen.
Eibischauszüge sollten kalt zubereitet werde, da durch eine Hitzeanwendung
die einhüllende Wirkung der Schleimstoffe verringert und die in der Wurzel
reichlich vorhandene Stärke zu Verkleisterung führen würde.
Zubereitungen aus
Eibisch haben keine schleimlösende Wirkung und sind nur bei trockenem
Reizhusten angebracht! |
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Anwendungsbeispiele
innerlich
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Eibischblätter:
Ein gehäufter Teelöffel (ca. 2 g) Eibischblätter
werden mit 150 ml kaltem Wasser angesetzt und unter häufigem Umrühren 1 –
2 Stunden lang ausgezogen. Nach dem Abseihen wird der Tee leicht angewärmt
und getrunken. Mittlere Tagesdosis: 5 g
Eibischwurzel:
Ein knapper Teelöffel (ca. 2 g) fein
geschnittene Eibischwurzel wird mit 150 ml kaltem Wasser angesetzt und
unter häufigem Umrühren 1 – 2 Stunden lang ausgezogen. Nach dem Abseihen
wird der Tee leicht angewärmt und getrunken. Mittlere Tagesdosis: 6 g
Eibischsirup:
Nur bei
Schleimhautreizungen des Mund- und Rachenraumes und trockenen Reizhusten:
Einzeldosis 10 g |
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Anwendungsbeispiele äußerlich
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keine |
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Verwendung in der
Küche
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keine |
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a
Sonstige Tipps
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Eibischauszüge sind in
einigen Husten- und Brusttees und in Fertigarzneimitteln gegen Husten
enthalten. |
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a
Warnhinweise
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Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Arzneimittel kann deren Wirkung
beeinträchtigt werden. Es sollte daher sicherheitshalber ein zeitlicher
Abstand (Einnahme der Arzneimittel 2 Stunden vor der Einnahme der
Eibischzubereitung) eingehalten werden.
Da im Tierversuch eine
blutzuckersenkende Wirkung beobachtet wurde kann nicht ausgeschlossen
werden, dass dies auch beim Menschen zutrifft. Daher sollten vor allem
Diabetiker, die Medikamente zur Blutzuckersenkung erhalten, Zubereitungen
aus Eibisch nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen.
Bei akuten
Beschwerden, die länger als eine Woche andauern oder immer wieder kehren,
ist ein Arzt aufzusuchen.
Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine
Risiken oder Nebenwirkungen bekannt.
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