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der mond
astronomisch
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| Allgemein | Entstehung | Aufbau | Mondphasen | Gezeiten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Der Mond ist eine atmosphärenlose Welt, die nur etwa ein viertel so groß ist wie die Erde. Im Fernrohr sieht man zwei verschiedene Gebiete: Die kraterreichen etwas helleren Hochländer und die meist runden, etwas dunkleren Tiefebenen (die "Maare"). Die dicht mit Einschlagskratern übersäten Hochländer sind so alt wie Mond und Erde selbst: etwa 4.5 Mia. Jahre. Die Maare sind eigentlich auch riesige Einschlagskrater. Sie wurden in der letzten Phase vulkanischer Aktivität des Mondes vor 3 bis 4 Milliarden Jahren von dünnflüssiger Lava (flüssiges Gestein) zugeschüttet. Seit etwa 3 Milliarden Jahren geschieht auf dem Mond, abgesehen von einzelnen Einschlägen, nichts gravierendes mehr. Seine Oberfläche bleibt also konserviert, und Milliarden Jahre alte Krater sind noch heute sichtbar. Auf der Erde wurden die ebenfalls reichlich entstandenen Einschlagskrater bis auf wenige Ausnahmen von unserem geologisch aktiven Planeten zerstört.
Der Mond ist der einzige Himmelskörper neben der Erde, den der Mensch jemals betreten hat. Am 20. Juli 1969 betrat der Kommandant von Apollo 11, Neil Armstrong, als erster Mensch den Mond. Im Zeitraum von 1969 bis 1973 waren insgesamt 6 Landeversuche der US-Amerikaner erfolgreich. Danach gab es keine weiteren Landeversuche mehr. China hat ein bemanntes Raumfahrtprogramm angekündigt, dessen Höhepunkt eine Mondlandung nach dem Jahr 2010 sein soll. Die von den amerikanischen Astronauten mitgebrachten Gesteinsproben halfen, mehr über dem Mond zu erfahren. Von den Astronauten zurückgelassene Reflektoren werden noch heute dazu verwendet, die Distanz Erde – Mond (oder genauer Observatorium – Reflektor) auf Zentimeter genau zu bestimmen. Nach heutiger mehrheitlich akzeptierter Vorstellung ist der Mond in der Frühzeit des Sonnensystems durch einen gewaltigen Einschlag auf der Erde entstanden. Die noch sehr junge Erde kollidierte vor ca. 4.5 Milliarden Jahren mit einem anderen Planeten der etwa halb so groß wie die Erde war. Ein Teil der Trümmer dieser Katastrophe bildete den Mond.
Frühe
Bilder der Mondoberfläche entstanden schon gleich zu Beginn der
Fernrohr-Astronomie, die 1609 von Galileo Galilei begründet wurde.
Ungeachtet der unübersehbaren Unzulänglichkeiten dieser Beobachtungen
haben sie die Entwicklung der zeitgenössischen Wissenschaft stark
beeinflusst.
Der
Mond ist nur rund 30 Erddurchmesser von uns entfernt - nahe genug, dass er
ausreichend groß und hell am Nachthimmel erscheint. Wenn der Mond als
Sichel oder Halbmond am Himmel steht, werfen die Erhebungen auf seiner
Oberfläche lange Schatten und treten entsprechend plastisch hervor. Die
Mondphasen entstehen, weil wir im Laufe eines Monats aus wechselnder
Position auf die von der Sonne beleuchtete Hälfte des Mondes blicken.
Der
Mond ist fast wie ein kleiner Planet. Seine gesamte Oberfläche entspricht etwa
der Fläche Nordamerikas. Der Durchmesser des Mondes ist etwas größer als
ein Viertel des Erddurchmessers, und seine Masse erreicht immerhin 1/81 der
Erdmasse - für einen Mond ein ungewöhnliches Verhältnis. Ganymed, der größte
Jupitermond, enthält gerade einmal ein Dreizehntausendstel der
Jupitermasse. Der Mond dreht sich in der gleichen Zeit einmal um seine Achse, die er für einen Umlauf um die Erde benötigt. So wendet er uns immer die gleiche Seite zu, während die Rückseite für uns unsichtbar bleibt. |
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Die
Mondforscher sind inzwischen ziemlich sicher, dass in der Frühzeit des
Sonnensystems ein etwa marsgroßer Asteroid mit der Erde zusammenstieß,
wobei große Mengen an Materie in eine Umlaufbahn um die Erde und darüber
hinaus geschleudert wurden. Aus diesen Trümmern formte sich dann der Mond. |
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Man kann beim Aufbau des Mondes mehrere Schichten unterscheiden: Außen befindet sich eine ca. 60 km dicke, starre Kruste, danach folgt bis in die Tiefe von 1000 km ein starrer Mantel aus schwerem Silikatgestein, dagegen der Kern des Mondes teilweise flüssig. Die Mondoberfläche ist von äußeren Einflüssen wie aufschlagende Meteoriten, kosmische Strahlung und Sonnenwind stark geprägt. Wenn
man den Mond von der Erde aus beobachtet, kann man helle und dunkle Flächen
auf der Oberfläche unterscheiden. Früher nahm man an, daß es sich bei den
dunklen Stellen um Meere (Mare) und bei den hellen Stellen um Kontinente (Terrae)
handelt, auf diese Weise erhielten die Mondgebiete ihre Namen. Man kann die Mondmeere, einige große Krater und Berggruppen erkennen. Bei
den Kratern ist von kleinen Vertiefungen bis zu mächtigen Ringgebirgen und
Wallebenen mit Durchmessern von 100 - 300 km alles zu finden. Insgesamt
lassen sich über 300000 Krater auf der erdzugewandten Mondseite finden, die
größer als 1 km sind. Entstanden sind nahezu alle Mondkrater durch Einschläge
von Meteoriten und kleinen Asteroiden.
Auf der Mondoberfläche finden wir verschiedene Landschaftsformen. Die Hochländer sind von Kratern übersät. Die so genannte Maria, erscheinen relativ glatt; der Namebedeutet im Lateinischen "Meere". In den Mondmeeren ist vorwiegend Basaltgestein zu finden, in den Hochlandregionen dagegen überwiegen die Anorthosite. In nahezu allen Fällen handelt es sich um erstarrtes Eruptivgestein, das sich aus abgekühlter Lava gebildet hat. Überall findet man Brecchien, Trümmergestein verschiedenster Sorten, das durch Druckeinwirkung zusammengepresst wurde.
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| mondphasen |
Stellung des Mondes bei verschiedenen Mondphasen. 1: Neumond, 2,4 zunehmender Mond, 3, erstes Viertel (Halbmond), 5 Vollmond, 6,8 abnehmender Mond, 7 letztes Viertel (Halbmond). Oben und unten ist jeweils der dazugehörige Anblick von der Erde (Nordhalbkugel) dargestellt. Neumond (1) ist außer bei einer Sonnenfinsternis nicht sichtbar. Die Sonne scheint von links |
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Neumond (1) unsichtbar, Mond am TaghimmelDer Mond steht von uns aus gesehen in Richtung zur Sonne. Deshalb sehen wir seine Nachtseite, und er geht mit der Sonne auf und unter. Die Nacht bleibt mondlos. Weil uns die Nachtseite des Mondes zugewandt ist, können wir den Mond nicht sehen. Befindet er sich aber genau zwischen Sonne und der Erde, kann er für Beobachter auf der Erde die Sonne abdecken. Dies nennt man eine Sonnenfinsternis. Zunehmende Mondsichel (2) ab Vormittag bis am Abend sichtbarNach Neumond entfernt sich der Mond Richtung Osten (links für Beobachter auf der Nordhalbkugel) von der Sonne. Er geht deshalb nach der Sonne unter und die Mondsichel wird in der Abenddämmerung sichtbar. Wir sehen daher erst nur wenig der Tagseite des Mondes, dies ist die Mondsichel. Doch auch die in der Mondnacht liegenden Gebiete sind nicht komplett unsichtbar. Das von der Erde reflektierte Sonnenlicht beleuchtet diese Gebiete, so dass der Rest des Mondes in einem schwachen grau-grünlichen Licht schimmert. Zunehmender Halbmond / Erstes Viertel (3) Ab Mittag bis Mitternacht sichtbarMan sieht nun von der Erde aus die Hälfte der Tagseite des Mondes. Die Tag-Nachtgrenze verläuft mitten durch die der Erde zugewandte Mondseite. Der Mond geht etwa zu Mittag auf und in etwa um Mitternacht unter. Bei klarer Witterung kann man den Mond bereits in den Nachmittagsstunden erkennen - er steht dann rund 90° von der Sonne entfernt. Zu Sonnenuntergang steht der Mond etwa Richtung Süden. Nur die zweite Nachthälfte bleibt mondlos. Zunehmender Mond (4) ab Nachmittag und bis nach Mitternacht sichtbarDer Mond befindet sich nun von der Sonne aus betrachtet weiter entfernt als die Erde. Die Helligkeit des Mondes steigt für uns beträchtlich an und erhellt abseits von künstlich beleuchteten Gebieten die Abendstunden bis nach Mitternacht. Vollmond (5) ganze Nacht sichtbarDer Vollmond steht der Sonne gegenüber am Himmel, er befindet sich von der Sonne aus gesehen hinter der Erde. Die gesamte der Erde zugewandte Mondhälfte ist nun im Sonnenlicht. Bei Sonnenuntergang geht der Mond gleichzeitig auf und geht erst wieder bei Sonnenaufgang unter. Steht der Mond besonders nahe an der Verbindungslinie Sonne-Erde, so kann er vom Schatten der Erde verfinstert werden: Es findet dann eine Mondfinsternis statt. Die ist dann von allen Orten aus sichtbar, wo der Mond am Himmel steht, bzw. die Sonne untergegangen oder noch nicht aufgegangen ist. Abnehmender Mond (6) ab vor Mitternacht bis Vormittag sichtbarNach Vollmond verspäten sich die Mondaufgänge, so dass zunächst die ersten Nachtstunden mondlos bleiben, während man den abnehmenden Mond bei klarer Witterung auch noch nach Sonnenaufgang am Morgenhimmel ausmachen kann. Abnehmender Mond / Letztes Viertel (7) ab Mitternacht bis Mittag sichtbarDer abnehmende Halbmond geht etwa um Mitternacht auf und bleibt bis zum Mittag über dem Horizont. Der Mond steht dann gleich weit von der Sonne entfernt wie die Sonne. Der Mond bildet bei Halbmond einen rechten Winkel zwischen Sonne und Erde, so dass wir direkt auf der Terminatorebene des Monds liegen: Der Mond scheint durch eine Gerade zweigeteilt, in eine beleuchtete und eine (unsichtbare) Nachtseite. Abnehmende Mondsichel (8) morgens und bis nach Mittag sichtbarFehlen nur noch ein paar Tage bis Neumond, so geht der Mond erst in den frühen Morgenstunden auf und ist als Sichel in der Morgendämmerung zu sehen. Fast die ganze Nacht bleibt dann mondlos. Etwa zwei Tage nach dem abnehmenden Halbmond scheint die gesamte Mondscheibe aschgrau sichtbar: tatsächlich beleuchtet die vom Mond aus gesehen nun fast volle Erde die Mondoberfläche stark. Dieses Licht wird wieder zu uns zurückreflektiert |
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| gezeiten - ebbe und flut | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Der Mond löst durch seine Nähe zur Erde ein periodisches Auf und Ab der Ozeane aus. Das Wasser unter dem Mond wird von seiner Anziehungskraft am stärksten beeinflusst und wölbt sich zu einem Flutberg auf. Täglich gibt es zwei dieser Flutberge, die im Abstand von rund 12,5 Stunden aufeinanderfolgen; dazwischen treten die Niedrigwasser auf.
Erde
und Mond kreisen um einen gemeinsamen Schwerpunkt, welcher rund 1000 km
unter der Erdoberfläche -also innerhalb der Erde- liegt. Die Anziehung
zwischen Erde und Mond wird durch Fliehkräfte, die bei der Rotation
entstehen, ausgeglichen. Auf der mondzugewandten Seite der Erde ist der Mond
der Erde näher. Damit ist die Anziehungskraft größer als Fliehkraft in
der entgegengesetzten Richtung, da die Fliehkraft in allen Punkten der Erde
gleich groß ist. Diese Kräfte ziehen sozusagen das Wasser von der Erde
weg, so daß ein "Wasserberg" entsteht. Daß auch auf der der
genau entgegengesetzten Seite der Erde gleichzeitig ein ebenso hoher
"Wasserberg" auftritt, ist dadurch zu erklären, daß hier (auf
der mondabgewandten Seite der Erde) die Anziehung des Mondes, der von dieser
Seite weiter entfernt ist, geringer ist als die Fliehkraft. Diese
nichtausgeglichene Fliehkraft zieht daher von der Erde weg- auch hier
entsteht Flut. Beide Flutberge sind etwa gleich hoch, ca. 1/2 Meter. |
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Springflut: |
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Nippflut: |
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