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Wenn
der Sommer naht und mit ihm der lange ersehnte Sonnenschein, nutzen viele gerne
die Gelegenheit für ein Sonnenbad.
Ein
Bad in der Sonne ist für uns wie Balsam für die Seele. Das Sonnenlicht gelangt
über unsere Augen in die Glückszentrale des Gehirns und durch die UV-Strahlen
schüttet unser Körper das Glückshormon Serotonin aus.
Unsere
Blutbahnen werden durch die Wärme besser versorgt, die Zellen erhalten eine
optimale Menge an Nährstoffen. Die Haare wachsen schneller, die Nägel werden
fester, Hautunreinheiten heilen schneller.
Jedoch
liegt der Hauptgrund für intensives Sonnenbräunen doch wohl darin, dass gebräunte
Haut auch attraktiver wirkt.
Um
den Sommer unbeschwert genießen zu können, muss man seine Haut unbedingt vor
UV-Strahlen schützen. Während sich laut Stiftung Warentest 1996 nur 31% als
"Sonnenanbeter" outeten, waren es vier Jahre später schon 41%.
Bedauerlicherweise sank im gleichen Zeitraum die Zahl derjenigen, die sich gut
vor UV-Strahlen schützen von 77% auf 64%. Die Sorge, an Hautkrebs zu erkranken
ist offenbar geringer als der Wunsch nach Sonnenbräune. Doch selbst die
Menschen, die sich vor der Sonne schützen, tun dies oft nicht so, wie sie es
sollten. Deshalb an dieser Stelle ein kleiner Ratgeber:
Weniger
ist mehr
15
min. Lichteinfluss pro Tag reichen dem Körper zum Glücksausstoß.
Sonnenschutzmittel helfen nur, wenn sie rechtzeitig auf die Haut aufgetragen
werden, d. h. mindestens 30 min. vor dem Sonnenbad, denn die meisten
Schutzfilter entwickeln ihre Wirkung erst nach einer halben Stunde. Als
Grundregel gilt auf jeden Fall: In der Mittagszeit bis zum frühen Nachmittag
ist die Sonne besonders aggressiv, suchen Sie in dieser Zeit den Schatten.
Danach kann man die Sonne genießen.
Extrapflege
für Risikozonen
Gefährdete
Zonen wie Nasenrücken, Wangen , Schultern, Dekollete und Waden brauchen eine
Extrapflege. Alle Stellen mit dünner und sensibler Haut wie Lippen und die Haut
rund um die Augen sind mit Sunblockern an besten geschützt.
Sonne
und Mode
Die
Sonnenbrille ist im Sommer ein Muss, nicht nur wegen des Aussehens. Durch ständiges
Blinzeln entstehen rund um die Augen Knitterfältchen. Entscheidend beim Kauf
einer Sonnenbrille sollte der gesundheitliche Aspekt sein, die Augen vor
UV-Strahlen zu schützen. Aber auch durch die Kleidung dringen die
Sonnenstrahlen. Deshalb sollten Sie sich, vor allem aber Ihre Kinder auch unter
der Badebekleidung eincremen. Baumwollkleidung wie z. B. T-Shirts halten nur 70%
der Strahlen ab, geht man damit ins Wasser, sogar nur noch 30%. Bei kleinen
Kindern sollten Sie auch unter dem Shirt an Sonnenschutz denken.
Schutz
von innen
Denken
Sie beim Sonnenbaden an ausreichend Flüssigkeit und Vitamine, um das
Feuchtigkeitsdepot von innen zu füllen. Geeignet sind Tees und Fruchtschorle.
Aber auch Früchte wie Ananas und Mango liefern Flüssigkeit und Vitamine. Bei
Allergien sollten Sie rechtzeitig (ca. 4 - 6 Wochen) mit der Einnahme von
Vitamin C und E beginnen. Doch Vorsicht: diese Präparate ersetzen nicht den
Sonnenschutz!
Hauttypen
Nach
einer Studie der Universitäts-Hautklinik Frankfurt verwendeten 90% der
Befragten ein Hautschutzmittel mit zu geringem Lichtschutzfaktor (LSF). Da es
unterschiedliche Hauttypen gibt, hier eine kleine Anleitung zum Erkennen Ihres
Hauttyps.
Hauttyp
1
Extrem empfindlich; sehr
helle, blasse Haut, Sommersprossen, blondes bis rotes Haar.
Reaktion auf Sonne: Keine Bräunung, häufig schwere, schmerzhafte Sonnenbrände.
Zu empfehlende Lichtschutzfaktoren:
LSF 12-20 bei geringer Strahlungsintensität (Mitteleuropa, Strahlung ohne
Sonne)
LSF 15-25 bei mittlerer Strahlungsintensität (Strände in Mitteleuropa,
Mittelmeerländer)
LSF 20-25 bei hoher Strahlungsintensität (Mittelmeerküste, Tropen,
Hochgebirge)
Hauttyp
2
Hoch empfindlich; helle Haut,
zu Sommersprossen neigend, helle Haare.
Reaktion auf Sonne: Schwache Bräunung, Haut schält sich, rasche Sonnenbrände.
Zu empfehlende Lichtschutzfaktoren:
LSF 8-15 bei geringer Strahlungsintensität (Mitteleuropa, Strahlung ohne Sonne)
LSF 12-20 bei mittlerer Strahlungsintensität (Strände in Mitteleuropa,
Mittelmeerländer)
LSF 15-20 bei hoher Strahlungsintensität (Mittelmeerküste, Tropen,
Hochgebirge)
Hauttyp
3
Empfindlich; leicht getönte
Haut, keine Sommersprossen, dunkles bis brünettes Haar.
Reaktion auf Sonne: Gute Bräunung, selten Sonnenbrände, die nur schwach sind.
Zu empfehlende Lichtschutzfaktoren:
LSF 4-10 bei geringer Strahlungsintensität (Mitteleuropa, Strahlung ohne Sonne)
LSF 8-15 bei mittlerer Strahlungsintensität (Strände in Mitteleuropa,
Mittelmeerländer)
LSF 12-20 bei hoher Strahlungsintensität (Mittelmeerküste, Tropen,
Hochgebirge)
Hauttyp
4
Weniger empfindlich; vorgebräunte
bis dunkelbraune Haut, dunkle Haare
Reaktion auf Sonne : Schnelle und tiefe Bräunung, kein Sonnenbrand.
Zu empfehlende Lichtschutzfaktoren:
LSF nicht nötig bei geringer Strahlungsintensität (Mitteleuropa, Strahlung
ohne Sonne)
LSF 4-10 bei mittlerer Strahlungsintensität (Strände in Mitteleuropa,
Mittelmeerländer)
LSF 12-20 bei hoher Strahlungsintensität (Mittelmeerküste, Tropen,
Hochgebirge)
Bei
Beachtung all dieser Faktoren steht einer gesunden und schönen Bräune nichts
mehr im Wege.
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